Bevor ich meine Laufbahn als bildende Künstlerin begann, setzte ich mich einige Jahre lang beruflich intensiv mit der Fotografie auseinander. Allerdings kam in mir der Wunsch auf, die Grenzen der
zweidimensionalen Fotografie zu überwinden. Dieser Wunsch äußerte sich in hyperrealistischer Malerei, bei der ich besonderen Wert darauf legte, die Dreidimensionalität durch Licht und Schatten
herauszuarbeiten.
Previous realistic paintings
Monochrome paintings
Zwischen den längeren Malphasen verspürte ich jedoch immer den Wunsch, spontaner zu arbeiten beziehungsweise andere Techniken anzuwenden. So sind ganze Serien linearer Zeichnungen sowie
Zeichnungen entstanden, die in Spachtelmasse und Aluminium graviert wurden.
Engravings
Eine Zeit lang beschäftigte ich mich auch mit dem Thema der Plastik im dreidimensionalen Raum. Ich formte Gipsfragmente von Kleiderpuppen ab und wies dabei auf eine Abwesenheit des Körpers hin,
die zum Nachdenken anregen sollte.
Sculptures
Daraus entstanden Fotodesign-Arbeiten und gemalte Serien, bei denen mich ebenfalls das Thema der An- und Abwesenheit beschäftigte.
Shapes and lines
Dolly and bolly get dressed
Gar-b-ments
Fabrics series
Soft material girls
Generell kann ich sagen, dass ich bei meinen Malthemen nicht in den heute allgegenwärtigen Ästhetizismus abgleiten wollte. Zwar gab es auch florale Motive, aber ich habe immer darauf
geachtet, sie nicht zu schönen. Vielmehr war es mir ein Anliegen, eine Mehrdeutigkeit mitschwingen zu lassen. Dementsprechend entstanden meine „Fleischrosen“.
Um meine Einstellung zur Schönheit zu verdeutlichen, wählte ich Alltägliches wie Gemüse oder Blütenblätter. Beim Erarbeiten der Malvorlagen tendierte ich jedoch zunehmend dazu, bereits während
des Fotografierens der Vorlage nach weiteren, versteckten visuellen Bedeutungen zu suchen. Diese Arbeit erforderte einen entspannten und klaren Geist, der mir bereits während des Fotografierens
das Imaginieren ermöglichte. Bei einigen Sujets der Blütenblätter ist es mir, glaube ich, ganz gut gelungen, denn sie könnten genauso gut etwas anderes darstellen. Die Freiheit, den Bildern
Bedeutungen zu geben, überließ ich den Betrachterinnen und Betrachtern.
Before beginning my career as a visual artist, I spent several years working intensively with photography. However, I developed a desire to overcome the limitations of two dimensions. This
manifested itself in my hyperrealistic paintings, for which I placed particular emphasis on creating the illusion of three dimensions through the use of light and shadow.
Previous realistic paintings
Monochrome paintings
Between the longer painting phases, however, I always felt the desire to work more spontaneously or to use other techniques. This resulted in entire series of linear drawings as well as drawings
engraved in modelling paste and aluminium.
Engravings
For a while, I also explored the theme of sculpture in three-dimensional space. I molded plaster fragments from dressmakers’ dummies, thereby pointing to the absence of the body to provoke
reflection.
Sculptures
This resulted in photographic design works and painted series, in which I also explored the theme of presence and absence.
Shapes and lines
Dolly and bolly get dressed
Gar-b-ments
Fabrics series
Soft material girls
Overall, I would say that I did not want my paintings to become overly aesthetic, as is so common today. Although I used floral motifs, I always took care not to embellish them. Instead, I
wanted to allow ambiguity to resonate. This is how my 'meat roses' came about.
To illustrate my attitude towards beauty, I chose to paint everyday objects such as vegetables or petals. However, when working on the painting templates, I increasingly looked for hidden visual
meanings in the photographs.
This work required a relaxed and clear mind, enabling me to visualise as I photographed. I think I achieved this quite well with some of the petal subjects because they could easily represent
something else. I left it to the viewers to give meaning to the images.