Pressetext zur Ausstellung im Schauspielhaus anlässlich des Volkshilfeprojekts  

Lisa Klein – STAGE A 

Im handgearbeitetenTeppichunikat  „stage A“ sind stark abstrahierte Figuren in einer archaisch anmutenden Ursprünglichkeit zu sehen, die trotz  spontaner Linienführung Gefühle und Stimmung ausdrücken. Dicht ineinander geschobene  Szenen zeigen  verschiedene Daseinsebenen und Stimmungen der Menschen. Nackt und somit gleichgestellt, kommunizieren die  „AkteurInnen“  miteinander. Sie unterscheiden sich weder durch Kleidung, noch sind sie von etwas umgeben, dass man sie materiell einstufen könnte. Nichts lenkt mehr ab, nur noch Form, Gestik und Ausdruck wird wahrgenommen. Einerseits erinnern diese Szenen im Teppich an Comics, andererseits auch  an die Linearornamentik der Antike.

Das Thema  erschien der österreichischen Künstlerin Lisa Klein für das Volkshilfe/ Schauspielhaus - Projekt, als sehr geeignet. Sie konnte dabei  gewisse Synergien wahrnehmen. - Denn soziale Kunstprojekte sind in ihren Augen besonders dann sinnvoll,  wenn Faktoren zusammenwirken die sich gegenseitig fördern.

 

Press release on the exhibition in the Schauspielhaus on the occasion of the Volkshilfe project 

Lisa Klein - STAGE A

In the hand-crafted, unique carpet "Stage A", highly abstracted figures are to be seen in an archaic-like originality which expresses feelings and mood despite spontaneously drawn lines. Closely intertwined scenes show different levels of existence and moods of the people. Naked and thus equal, the "actors" communicate with each other. They are not distinguished by clothing nor are they surrounded by anything that could be materially classified. Nothing distracts anymore, only form, gesture and expression are perceived. On the one hand, these scenes in the carpet are reminiscent of comics, on the other hand, they also recall the linear ornamentation of antiquity. For the Volkshilfe/ Schauspielhaus project, the theme appeared very suitable to the Austrian artist Lisa Klein. She was able to perceive certain synergies. - Because social art projects in her opinion only make sense if factors work together which also promote each other.

 



 

ANALOG-DIGITALE DIPTYCHEN 

  

http://www.kunsthallewien.at/?event=27367-_4015#/de/veranstaltungen/prasentation-lisa-klein-analog-digitale-diptychen

Lisa Klein zeigt ausgewählte Arbeiten, die im Rahmen der ORF-Universum-Dokumentation „Rose – Königin der Blumen“ entstanden sind: plastisch-hyperrealistisch gemalte Pflanzendetails mit den dazugehörigen Entstehungsprozessen, welche mit Hilfe digitaler Zeitraffertechnik dokumentiert wurden. Der Sendetermin der Dokumentation war am 10. 6. 2010, 21.05 Uhr, ORF 2.

Einleitende Worte: Lucas Gehrmann, Kurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kunsthalle Wien

Zitat der Künstlerin:

"Ich verstehe meine Beiträge in diesem Dokumentarfilm als „Kunst im öffentlichen Raum“, weil für mich heutzutage auch die Medien zu diesem Raum gehören. Darüber hinaus entstand dabei ein interessantes Endprodukt: einerseits das reale Tafelbild mit der Malerei, andererseits der dazugehörige Zeitrafferfilm im Endlosloop. Sozusagen ein „analog-digitales Diptychon“, welches neben dem klassischen Interpretieren und Beurteilen eine zusätzliche Dimension des Betrachtens anbietet. Nämlich ein Analysieren und Beobachten des malerischen Arbeitsprozesses und eine aktive Auseinandersetzung mit dem Zeitfaktor und seinen Gesetzmäßigkeiten. Das Langsame wird dem Schnellen gegenübergestellt und zugleich als Werk vereint."

 

ANALOG - DIGITAL DIPTYCHS

Lisa Klein shows selected works that were created as a part of the ORF Universe Documentary "Rose - Queen of Flowers": Hyperrealistic painted plant details with the corresponding formation processes, which were documented with the help of digital time-lapse techique. The broadcast date of the documentary was 10th of June 2010, 09:05 pm, ORF 2.

Introductory words: Lucas Gehrmann, curator and research assistant at the Kunsthalle Vienna.

Quote from the artist: "I understand my contributions in this documentary as "art in public space", because for me nowadays the media belong to this space as well. Furthermore, an interesting final product arose: On the one hand the real panel painting with the painting on it, on the other hand, the accompanying time-lapse film in the endless loop. In a way, an "analog-digital diptych" which offers an additional dimension of viewing in addition to classical interpretation and assessment: Namely analyzing and observing the painterly work process and an active examination of the time factor and its regularities. The slow is contrasted with the fast and at the same time united in one work."